Noch schlechter sehen – schlechter arbeiten – die Unsicherheiten häufen sich

Bis vor nicht allzu langer Zeit dachte ich, sehr schlecht zu sehen wäre mitunter ein Vorteil beim Umgang mit meinen jungen Studierenden. Dadurch, dass mich die Mimik auf einem Gesicht oder eine aufgesetzt Maske von Freundlichkeit und Konzilianz nicht erreicht, spüre ich immer hinein, in Stimme, Wortwahl und den Kontext jeder Unterhaltung. Gleichzeitig schätze ich in dieser Situation meine Unsicherheiten ein, analysiere sie, versuche ein klein wenig Gedanken zu lesen, wenn mich Stimme, Wortwahl oder Unkonzentriertheit des Gegenübers irritiert. Nun ist Unsicherheit ja eine sehr lästige und nervenaufreibende Angelegenheit, wie sollte ihr etwas Positives abgewonnen werden? In jungen Jahren, die Älteren erinnern sich gewiss, ist das Leben voll von Unsicherheiten, auch an der Universität besteht hier keine Ausnahme: „Was denkt der oder die jetzt über mich?“, „Seh ich arg bescheuert aus in dem Rock?“, „Hab ich den Text von Latour richtig verstanden, oder denken die anderen jetzt, dass ich Mist gelabert hab?“… Nun, bei mir war das nicht anders, die behinderungsbedingten Unsicherheiten kamen noch dazu: „Wo ist denn dieser Hörsaal nur, wie sieht das aus, wenn ich mir an den Schild an der Tür jetzt die Nase plattdrücke?“, „Wie finde ich denn jetzt bloß meine Referatsgruppe?“, „Wo ist denn jetzt das Buch in dieser fu*** Bib?“ usw. usf. Nein, man hat es mir als Studentin nicht gleich angesehen, dass ich schlecht sehe, meine beste Freundin war und ist die Kontaktlinse. War auch ziemlich wichtig, mit Diskriminierungen wollte ich gerade in der Jugend nicht mehr als nötig konfrontiert werden. Denn die wohlmeinende Öffentlichkeit, die auf den diskriminierenden Übeltäter mit dem Finger zeigt, macht mich noch sichtbarer durch den ganzen Wirbel… na, egal. Auf jeden Fall legen viele Menschen mit zunehmendem Alter und vor allem mit sich häufender Verantwortung immer mehr dieser Unsicherheiten ab, das passiert mir als Sehbehinderte zwar auch, aber viele behalte ich und werde sie mein Leben lang nicht loswerden. Das aber verschafft mir immer sehr viel Empathie für meine Studies, ich kann mich in so viele ihrer angstbesetzten Situationen hineinversetzen. Ich denke, hier ist eine grundsätzliche Unsicherheit gemeint, die ich im Übrigen nicht pathologisch finde sondern völlig legitim. Denn ich bewege mich in der akademischen Welt nur unter Sehenden, die geistige Elite legt auch in jeglicher anderer Hinsicht ein elitäres Verhalten an den Tag, das sehr schwer zu durchschauen ist.

Und nun kommt der Grund, warum ich in letzter Zeit all die Unsicherheiten nur noch verfluche und doch etwas an diesem ambitionierten Berufsweg zweifle, den ich vor über 20 Jahren eingeschlagen habe: ich kann seit einem Vierteljahr keine Kontaktlinse mehr tragen, laufe also mit einer richtig dicken, die Augen vergrößernden Brille rum. Ist für einen eitlen Pfau wie mich schwer zu ertragen, aber das sparen wir uns für einen anderen Blogbeitrag auf. Ich kann auf einmal keine Texte mehr in meinen Lehrveranstaltungen besprechen, weil ich immer Fern- und Nahbrille wechseln muss. Wenn mir Menschen weiter als 2m gegenübersitzen, seh ich ohne Brille und Kontaktlinse nur ihre Umrisse, das behindert die Kommunikation gewaltig. Ich habe also meine Lehre abgesagt, weil ich sie allein nicht bewältigen kann, aber der Alltagskram bleibt. Mit fehlender Kontaktlinse ist mein Gefühl dazuzugehören geschwunden, ich fühle mich außerhalb der Community und werde durch Fehler stets in diesem Gefühl bestätigt, wenn ich bspw. Menschen mehrmals zu Arbeitsbeginn grüße, erst im Flur, und dann kommen sie in den Sitzungsraum, wo ich schon sitze, da sag ich dann gern nochmal Hallo. Meine engste Kollegin wird von mir gesiezt, weil ich sie nicht erkenne. In Sitzungen und Dienstgesprächen bekomme ich nicht (mehr) mit, wann jemand zu sprechen aufhört oder nur eine Kunstpause macht, wenn er oder sie zu weit weg sitzt, wirke dadurch unhöflich oder ungeduldig. Warte ich zu lange mit meinen Antworten, wirkt es schwerfällig, und manchmal verpasse ich dadurch den richtigen Moment, meine Argumentationslinie anzuschließen. Es sind all diese kleinen Dinge, die einen Menschen an der Uni als kompetent erscheinen lassen. Jeder Misston, den ich mir leiste, wird von mir registriert und will verarbeitet oder abgelegt werden, aber dies ist natürlich innerhalb der Situationen nicht möglich, denn Sitzungen verlangen alle Konzentration. Und dies umso mehr, als ich mich kaum noch auf Notizen stützen kann, die ich früher am Rechner mit Kontaktlinse in Kombination mit Brille lesen konnte.

Aber darauf will ich gar nicht hinaus, das interessiert ja kein Schwein, wann ich persönlich jetzt was und wie lesen kann. Mir geht es eher darum, dass ich erst jetzt, wo ich nicht mehr unsichtbar sein kann mit meiner dicken Brille, genau erkenne, wie wenig kollegial die Universität ist und wie wie gering der Spielraum der Akzeptanz von Andersheit. Denn im Gegensatz zu vielen anderen diskriminierten Gruppen hat ein behinderter Mensch eben tatsächlich etwas, das den Arbeitsalltag stört, die homogenen Abläufe verzögert, und bei einem sehr dichten Arbeitsalltag von Professorinnen und Professoren ist Verzögerung mittel- und erst recht langfristig nicht tolerierbar.

Hab ich mir zu viel vorgenommen? Sollte ich besser jetzt diese Schlangengrube verlassen, die mich die allerletzte Kraft kostet? Ich war noch nie so unsicher, was diesen Job betrifft, denn eigentlich liebe ich ihn und ziehe zu einem Großteil meine Identität aus ihm. Aber im Moment scheint es mir selbstzerstörerisch zu sein, so zu tun, als ob „es schon geht“. Denn ich bin auch – und das finde ich, abgesehen davon, dass es grauenhaft ist, außerordentlich faszinierend – total unkonzentriert ohne meine Kontaktlinse. Ich kann mir nicht so viel merken, ich schweife mit meinen Gedanken ab, ich büße meine Kreativität und Phantasie in allen Bereichen meiner Arbeitsbereiche ein, ich arbeite daher auch wirklich miserabel. Das Gegenteil kann mir niemand beweisen, auch wenn meine Kolleg_innen beteuern, dass ich mich diesbezüglich nicht zu sorgen brauche. Was sollen sie auch sagen, etwa, dass ich schlechter arbeite? Das wäre ja fast schon eine Diskriminierung, obwohl ich erleichtert wäre, weil es noch eine andere Instanz gäbe, die mir glaubt, dass ich mit meiner Sehkraft auch eine gewisse Hirntätigkeit einbüße. Ich denke dabei oft an eine alte Freundin, die morgens immer sagte: „Ne, jetzt noch nicht, ich hab meine Kontaktlinsen noch nicht drin, ich hör ohne die schlecht.“ Ich glaube, es steckt eine profunde Wahrheit in dieser Koketterie, auch ich fühle mich abgeschnittener denn je und muss mit aller Kraft versuchen, meine enormen Softskills auswendig zu lernen, um nicht den ganzen Kram hinzuwerfen.

Oh, welch uninspirierender Erguss, ich sags ja, ich lass nach.

Arbeitsalltag und Un(i)sicherheit

Ich weiß, es gibt einfallsreichere Titel. Und das umso mehr, als ich mich so lang hier nicht geäußert habe. Eigentlich schreibe ich in Gedanken schon seit einer Woche an dem Eintrag über die Unsichtbarkeit von Wasser und die Unerträglichkeit, nackte Menschen in der Sauna nicht zu erkennen, aber nun ist doch etwas dazwischen gekommen.

Das ist diese alte John Lennon Nummer: Leben ist, was passiert, während Du mit anderem Zeugs beschäftigt bist. (zit. aus „Beautiful Boy“ 1980)

Stellt Euch mal vor, Ihr müsst eine Sitzung leiten, sagen wir mal mit ca. 20 Personen. Diese verteilen sich in einem Seminarraum, in welchem im Regelfall ca. 60 Studierende Platz haben. Im Kreis sitzen Dir nun also 20 Menschen mehr oder weniger gegenüber, alle mindestens 10m von Dir entfernt. Du hast keine Ahnung, wer Dir da gegenüber sitzt, wer gerade spricht, wer von den Anwesenden fehlt… Du spielst Theater, und das musst Du verdammt gut tun, damit niemand merkt, dass Du eigentlich nur einen Bruchteil von dem wahrnimmst, was um Dich herum abläuft. Vom Augen Verdrehen über Gesten und Mienenspiel über gleichzeitiges Simsen bis hin zum Anlächeln, Du bist von Deinen Gegenübern abgeschnitten. Alles, was Du jetzt brauchst, sind starke Nerven und viel Fantasie. Die starken Nerven, um selbige nicht zu verlieren, wenn Dir ein Kommentar oder eine Sequenz der Sitzung entgeht, viel Fantasie um Dir vorzustellen, wie die Situation sich wahrscheinlich darstellt. Da links sitzt offenbar die Kollegin, mit der Du schon mal Kaffee trinken warst, die schaut Dich bestimmt wohlwollend an. Daneben, gerade hat er was gesagt, das ist also Prof. Oberschlau, der war doch immer so humorvoll und Dir zugewandt, schaut der Dich gerade an, während er Dir seine Vorwürfe zu Deinem Papier um die Ohren haut? Was für ein Gesicht macht wohl der Student da hinten, kann nur ein Student sein bei den schrillen Kleidern, die er da trägt?  Shit, eine Power Point, warum hat die Dir niemand vorher geschickt, hoffentlich musst Du Dich dazu nicht äußern.

Nach der Sitzung gehst Du aus dem Raum, bist darauf bedacht, niemandem ins Gesicht zu schauen, damit niemandem auffällt, dass Du ihn oder sie nicht erkennst. Deine Ohren sind nadelspitz, damit Du die bekannten von den unbekannten Stimmen filtern und etwaige Ansprachen ihrer Peinlichkeit für Dich berauben kannst. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, schlecht sehende Menschen würden sich jede Stimme im Gedächtnis einprägen, die sie auch nur ein einziges Mal gehört haben. Welch Enttäuschung „Was, Du hast mich nicht an der Stimme erkannt?“ Einer Deiner absoluten Lieblingssätze! Nicht genug, dass frau nicht weiß, wer einen da grad anspricht, nein, sofort muss sie sich schuldig fühlen, weil sie die Stimme nicht erkannt hat. Und aus der ohnedies peinlichen Situation („nein, ich weiß grad nicht, wer du bist“) wird noch eine viel peinlichere, weil Du den Skill des Ich-erkenne jede Stimme-wie-du-jedes-Gesicht-auf-Anhieb nicht beherrschst. Und schon ist der Spieß umgedreht, und der Sehende muss sich nicht mehr schlecht fühlen, weil er etwas kann, das Du nicht kannst, wenn das auch das Schicksal nur zufällig so eingefädelt hat.

Heute las ich in meiner Facebook-Gruppe alternder Sehbehinderter einen Abschnitt darüber, ob wir anderen auch so rasch ermüdet seien, wenn wir mal 10 Minuten einkaufen gehen. Die Antworten auf diesen Post waren durchgängig zustimmend, für einen Sehbehinderten sei eben alles anstrengender, auch für jegliche Freizeitaktivitäten müsse man sich mehr konzentrieren. Tja, Du bist eigentlich ständig am Rand der Maxiamlerschöpfung, da Du in einer gänzlich normal sehenden Arbeitswelt den Kasperl oder die Kasperin gibst, die schon klarkommt. Ach guten Morgen, wie gehts? (Keine Ahnung, wer war das?), ach ja, diese Arbeit hab ich schon erledigt (keinen Schimmer, ich kann diese erbärmlichen Excel-Sheats nicht lesen, wer liest mir das denn nu mal vor? Und zwar subito), haben Sie schon meine Lesenotizen korrigiert, ja klar (wo hab ich die denn nur wieder hingeworfen?)…

Was bleibt und sich den ganzen Tag nicht verdrängen lässt, ist die Frage: Bist Du gut genug für diesen Job in der akademischen Elite? Jeder Angriff auf Deine Arbeit, jeder Fehler, den Du begehst, muss erst mal von dem Behinderungs-Ballast befreit werden: Okay, da haste jetzt aber mal n echten Bock geschossen. Warum ist Dir das passiert? Hast Du vielleicht Zeichen falsch gedeutet? Warst Du zu faul, Dir die Tabellen anzuschauen, weil sie so klein geschrieben sind und bist deshalb nicht auf dem notwendigen Wissensstand? Hast Du mal wieder Dein gigantisches Gedächtnis überschätzt?

Natürlich ist nicht alles schlecht, was Dir im Alltag begegnet. Es ist total herrlich, bei brutalen  Filmen die Details nicht sehen zu müssen, für Dich bohrt niemand in der Nase oder knabbert seine Fingernägel ab, prima unsichtbar. Auch können Dich Menschen nicht ignorieren, denn Du merkst nicht, dass sie Dich nicht grüßen. Klar ist es lästig, wenn Du in einer Sitzung nicht merkst, wie Du aufgerufen wirst, wie Dir beim Unterschreiben der Stift falsch in der Hand liegt und jemand sehr wohlmeinendes ihn Dir herumdreht. Aber wäre es nicht viel lästiger, die Chefin in einer Behindertenwerkstatt zu sein, intellektuell nie herausgefordert, aber immerhin zufrieden gelassen von der Welt der normal Sehenden?

Neues Jahr -neues Risiko

Vier Tage ist das neue Jahr alt, und ich befinde mich noch immer im Modus des bloß-nicht-denkens.

Das habe ich mir in den letzten Jahren so angewöhnt, mich kurz vor Silvester in den Zustand des Nicht-Reflektierens zu versetzen, damit erstens Silvester nicht doof wird, weil ich Frust schiebe, und zweitens unbedacht formulierte Vorsätze nicht die Oberhand gewinnen und den Start in das neue Jahr direkt erschweren.

Im Normalfall bin ich eine sehr reflektierte Person, die nicht nur über sich sondern auch über ihre Umwelt nachdenkt, Ergebnisse dieses Denkens überprüft und an neue Gegebenheiten anpasst. Wie gesagt, kurz nach Neujahr fällt mir das immer etwas schwer.

Wir beginnen mal mit einem Warm Up. Gestern traf ich mich mit einer sehr guten Freundin in der Sauna. Sie ist sehr groß, über 1,85m, sehr angenehm, das erspart mir in der Umkleidekabine immer die Suche nach ihr und ich kann auf sie zugehen und sie begrüßen, wie ich es immer am liebsten mit meinen Freundinnen tue, indem ich sie in den Arm nahm. Selbstverständlich ist das nicht, denn die wenigsten Menschen erkenne ich nach ihrem Gesicht oder ihrer Statur. Vor der Sauna war ich z.B. in meiner Lieblingskneipe und wollte mit meinen guten Freund C. ein Neujahrsbier nehmen. Natürlich war es wie immer, ich geh in den recht leeren kleinen Raum, seh ihn aber nicht. Rufe ein freundliches Hallo in die Runde, er steht auf und begrüßt mich. Das allein hab ich mir so nicht ausgesucht. Ich stelle mir vor, wie es Menschen geht, die von Anfang an sehen, wer an welchem Platz in einem Raum sitzt, die direkt erkennen, ob ein bekanntes Gesicht darunter ist, die sich selbst entscheiden, ob und wenn ja wie sie jemanden begrüßen. Sie müssen dabei gleichzeitig weder auf im Weg stehende Taschen, Füße, Stühle achten noch sich darauf konzentrieren, möglichst normal und unbehindert auszusehen und das Gegenüber ganz lässig zu begrüßen.  Auf dem Hintern sitzend in einer Ecke ist alles geschmeidig, solang die Gegenstände auf dem Tisch sich nicht ändern. Kerze, Aschenbecher, Speisekarte. Ich setze mich also auf die Bank, merke mir, dass neben mir meine Handtasche, mein Mantel, mein Schal und mein Stirnband liegen. Auf die Örtlichkeiten gehe ich erst, wenn es gar nicht mehr anders geht, aber schlimm ist es nicht, denn ich weiß genau, wo sie sich befinden. Genaues körperliches Rangieren ist natürlich nötig, denn frau sieht weder, ob es im Häusel sauber ist noch ob sie alles (inklusive sich selbst) sauber hinterlässt. Aber wie gesagt, hier hilft ein exaktes Rangieren mit dem Körper, wie er am wenigsten mit Waschbecken, Türklinke, Treppenschwelle kollidiert und dadurch sowohl Verletzungs- wie auch Beschmutzungsgefahr minimiert werden können.

Alles zweidimensional wahrzunehmen, hat bestimmt auch Vorteile, aber so ganz wollen sie mir noch nicht einfallen. Ich kenne alle Gegenstände, mit denen ich mich umgebe, außerordentlich gut, das weiß ich, seitdem ich merke, dass ich mich ohne Licht ebenso sicher in den eigenen vier Wänden bewege wie mit. Und diese Erkenntnis ist so alt noch nicht. Es sagt einem ja niemand, wie er Selbstverständlichkeiten wahrnimmt, sonst wären es ja keine Selbstverständlichkeiten mehr.

Vom Seh-Ungeheuer zum Seh-Stern

Tja, was macht ein Ungeheuer zu einem solchen? Das möchte ich mit diesem Blog zu erklären versuchen. Vielleicht kann ich im kommenden Jahr aus diesem Ungeheuer etwas positives entwickeln, bin mal gespannt drauf.

Wenn frau ein gewisses Haltbarkeitsdatum überschritten hat, das heisst in der Regel, dass einen die Leute auf der Straße nicht mehr duzen, dann ist ein Blog ein regelrechtes Abenteuer. Aber mit je weniger Erwartungen frau an die Sache rangeht, desto weniger kann sie enttäuscht werden. Ja, gut aufgepasst, ich finde es wichtig, nicht nur von „er“ und „man“ zu schreiben, irgendwie fühlt es sich für mich richtiger an. Manchmal wird es sprachlich dabei etwas holpern, aber stört Euch nicht dran.

Worum es hier gehen wird? Um das Leben eines Menschen, der meint, ein wenig anders zu sein als die meisten anderen Menschen. Weil dieser Mensch seit seiner Geburt sehr schlecht sieht und vielleicht aus diesem Grund besonders feinfühlig mit seinen anderen Sinnen wahrnimmt. Vielleicht kann ich Menschen hier erklären, was schlecht sehen in einer absolut visuell dominierten Welt für das Individuum bedeutet, aber auch, was diese Allmacht für die Gesellschaft bedeutet und wie sie sich dem Visuellen dadurch ausliefert.

Ich werde mich bemühen, keine „Reise ins Ich“ hier zu verbreiten, sowas will ich nicht schreiben und auch niemand lesen. Ich berichte von meinen Gedanken und Gefühlen über die Welt im Allgemeinen und im Besonderen.